Anstieg des Frachtaufkommens und Flugausfälle treiben die Luftfrachtpreise kontinuierlich in die Höhe.

Der November ist die Hochsaison für den Gütertransport, mit einem spürbaren Anstieg des Sendungsvolumens.

Aufgrund des „Black Friday“ in Europa und den USA sowie des „Singles’ Day“ in China bereiten sich Konsumenten weltweit auf einen regelrechten Kaufrausch vor. Allein während dieser Aktionszeiträume ist das Frachtaufkommen deutlich angestiegen.

Laut den neuesten Daten des Baltic Air Freight Index (BAI), basierend auf TAC-Daten, stiegen die durchschnittlichen Frachtraten (Spot- und Vertragsfracht) von Hongkong nach Nordamerika im Oktober gegenüber September um 18,4 % auf 5,80 US-Dollar pro Kilogramm. Auch die Preise von Hongkong nach Europa legten im Oktober gegenüber September um 14,5 % auf 4,26 US-Dollar pro Kilogramm zu.

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Aufgrund verschiedener Faktoren wie Flugausfällen, reduzierter Kapazität und einem stark gestiegenen Frachtaufkommen steigen die Luftfrachtpreise in Ländern wie Europa, den USA und Südostasien rasant an. Branchenexperten warnen vor den in letzter Zeit häufig steigenden Luftfrachtraten; die Preise für Luftfracht in die USA nähern sich der 5-Dollar-Marke. Verkäufern wird daher dringend empfohlen, die Preise vor dem Versand ihrer Waren sorgfältig zu prüfen.

Den Informationen zufolge gibt es neben dem Anstieg der E-Commerce-Sendungen infolge der Aktivitäten am Black Friday und Singles' Day noch weitere Gründe für den Anstieg der Luftfrachtraten:

1. Auswirkungen des Vulkanausbruchs in Russland.

Der Vulkanausbruch in Kljutschewskaja Sopka im Norden Russlands hat zu erheblichen Verspätungen, Umleitungen und Zwischenlandungen bei einigen Transpazifikflügen von und nach den Vereinigten Staaten geführt.

Die Kljutschewskaja Sopka ist mit einer Höhe von 4.650 Metern der höchste aktive Vulkan Eurasiens. Der Ausbruch ereignete sich am Mittwoch, dem 1. November 2023.

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Dieser Vulkan liegt nahe der Beringsee, die Russland von Alaska trennt. Sein Ausbruch führte dazu, dass Vulkanasche bis zu 13 Kilometer über dem Meeresspiegel aufstieg – höher als die Reiseflughöhe der meisten Verkehrsflugzeuge. Infolgedessen waren Flüge in der Nähe der Beringsee von der Aschewolke beeinträchtigt. Flüge von den USA nach Japan und Südkorea waren erheblich betroffen.

Aktuell kommt es vermehrt zu Umleitungen von Frachtsendungen und Flugstreichungen bei Doppelstreckentransporten von China nach Europa und in die USA. Flüge wie Qingdao–New York (NY) und 5Y wurden gestrichen und die Frachtkapazität reduziert, was zu einem erheblichen Warenstau geführt hat.

Darüber hinaus gibt es Anzeichen für Flugausfälle in Städten wie Shenyang, Qingdao und Harbin, was zu einer angespannten Frachtsituation führen wird.

Aufgrund des Einflusses des US-Militärs wurden alle K4/KD-Flüge vom Militär beschlagnahmt und werden für den nächsten Monat ausgesetzt.

Mehrere Flüge auf europäischen Strecken werden ebenfalls gestrichen, darunter Flüge von Hongkong mit CX/KL/SQ.

Insgesamt ist mit einer Verringerung der Kapazität, einem Anstieg des Frachtvolumens und der Möglichkeit weiterer Preiserhöhungen in naher Zukunft zu rechnen, abhängig von der Stärke der Nachfrage und der Anzahl der Flugausfälle.

Viele Verkäufer rechneten in diesem Jahr zunächst mit einer ruhigen Hochsaison und minimalen Preiserhöhungen aufgrund der verhaltenen Nachfrage.

Die jüngste Marktübersicht der Preisagentur TAC Index deutet jedoch darauf hin, dass die jüngsten Preiserhöhungen eine „saisonale Erholung“ widerspiegeln, wobei die Preise an allen wichtigen Zielorten weltweit steigen.

Experten gehen unterdessen davon aus, dass die globalen Transportkosten aufgrund geopolitischer Instabilität weiter steigen könnten.

Vor diesem Hintergrund wird Verkäufern empfohlen, vorausschauend zu planen und einen gut durchdachten Versandplan zu erstellen. Da große Warenmengen aus Übersee eintreffen, kann es zu Engpässen in den Lagern kommen, und die Bearbeitungsgeschwindigkeiten in verschiedenen Phasen, einschließlich der UPS-Lieferung, können vergleichsweise langsamer sein als üblich.

Sollten Probleme auftreten, empfiehlt es sich, mit Ihrem Logistikdienstleister Kontakt aufzunehmen und sich über den aktuellen Stand der Logistikinformationen auf dem Laufenden zu halten, um Risiken zu minimieren.

(Wiederveröffentlicht vom Cangsou Overseas Warehouse)


Veröffentlichungsdatum: 20. November 2023